TRADITIONELLE MUSIK AUS SARDINIEN

Die Launeddas sind ein altes Musikinstrument der sardischen Tradition: es ist ein Blasinstrument, das aus drei Flöten unterschiedlicher Größe besteht. Es wird sowohl bei religiösen als auch bei laizistischen Veranstaltungen gespielt.

Die Ursprünge der Launeddas liegen in den alten Zeiten, als die sardische Zivilisation Kontakte mit Völkern aus Nordafrika und dem Mittleren Osten hatte, wo ähnliche Instrumente in Gebrauch waren. Der erste Beweis für die Präsenz dieses Musikinstruments in Sardinien wurde in der Bronzestatue von Ittiri (nuragische Epoche) gefunden, die einen Launeddas-Spieler darstellt.

Um Launeddas zu spielen, muss man eine besondere Technik anwenden: die Zirkularatmung. Der Musiker muss die Luft mit der Nase einatmen, während er mit dem Mund ausatmet. Das Ergebnis ist ein kontinuierlicher Luftstrom im Instrument.

Eine wunderbare Gelegenheit, diesem Instrument zuzuhören, ist die Sagra di Sant’Efisio, die jedes Jahr am 1. Mai stattfindet.

Launeddas Spieler wurden in der Vergangenheit immer sehr geschätzt. Heute gibt es noch immer Launeddas-Schulen: die bekanntesten sind die aus der Gegend von Cagliari (Scuola del Campidano, Scuola del Sarrabus und Scuola della Trexenta) und die von Oristano (scuola del Sinis).

Wer neugierig auf diesen antiken Klang der Launeddas ist, wird die Gelegenheit nicht verpassen, ihn im Land und an den Orten zu hören, an denen die Musik dieses Instruments seit Jahrhunderten widerhallt. Es gibt nichts Besseres als einen Urlaub mit Wohnmobil auf Sardinien, um herauszufinden, wie Launeddas klingen.